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Stauchpressen


1. Verfahrensbeschreibung / Anwendungsbereich

Das Stauchen basiert auf dem Prinzip, dass zwei Werkzeugsegmente das partiell erwärmte Rohr umschließen und anschließend durch 1 bzw. 2 Stempel das Material in axialer Richtung angestaucht wird können sowohl Rohr- wie auch Vollmaterialien partiell angestaucht werden. Es können hierbei über die Werkzeuggeometrie unterschiedlichste Konturen erzeugt werden.



2. Leistungsdaten

Die Leistungsdaten der Stauchmaschine werden individuell dem jeweiligen Werkstück angepasst. Unter Zuhilfenahme von Simulationsprogrammen wird so die Anlagenkapazität optimal auf das Bauteil zugeschnitten.

Die Antriebe basieren auf servo-hydraulischen, hydraulischen und CNC-Antrieben, die gewährleisten, dass beste Ergebnisse im Hinblick auf Qualität und Reproduzierbarkeit entstehen.

Die Handlingkonzepte für Anlagen werden auf das Bauteil optimal zugeschnitten und ermöglichen somit hohe Flexibilität mit möglichst geringem Kostenaufwand.


3. Anwendungsbeispiele

Automobilindustrie
  • Nockenwellen / Rohre
  • Antriebswellen
  • Lenksäulen / Lenkwellen
  • Lenkzahnstangen
  • Getriebewellen
Allgemein
  • Bohrrohre
  • Druckbehälter / Kartuschen
  • Möbelrohre


4. Vorteile des Stauchens

Gewichtsoptimierung: Das Stauchen ermöglicht eine gezielte Wandstärkenverteilung in gewichtskritischen Bauteilen, wie z. B. im PKW-Bereich. Häufig kann durch Integration der Stauchtechnologie von Stabmaterialien auf Rohr umgestellt werden.

Materialersparnis: Durch den Einsatz einer Stauchoperation und der damit verbundenen Materialverschiebung lassen sich Bauteile gezielt auf die gewünschten Geometrien ( ohne Materialverlust ) verformen.
Der eigentliche Materialeinsatz lässt sich hierdurch deutlich reduzieren.



Sicherheit: Bauteile, die durch Stauchoperationen hergestellt wurden, weisen grundsätzlich einen homogenen Faserverlauf auf. Durch diesen nicht unterbrochenen Faserverlauf können Stauchteile im Gegensatz zu spanend hergestellten Teilen höheren Belastungen bei gleichem Materialeinsatz ausgesetzt werden.

Zusätzlich kann durch die Stauchtechnologie ein vorheriger Reibschweißprozeß ersetzt werden. Hierdurch ergeben sich deutliche Materialeinsparungen, da die Stauchkonturen "Near shape", d.h. nahe an den Endkonturen erzeugt werden.

Reduzierung der Teilevielfalt: Werkstücke, die bisher aus mehreren einzelnen Bauteilen zusammengeschweißt wurden, lassen sich aus einem Halbwerkzeug ( Rohr ) stauchen. Es besteht hierdurch ein hohes Einsparpotential im Bereich der Bauteilevielfalt.






Stauchteile






































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